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Kapitel 1: Einführung - Tradertypen   space 
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In diesem Kapitel stelle ich verschiedene Arten von Tradern vor, die Begriffsbezeichnungen sind jedoch nicht standardisiert und können auf anderen Seiten anders lauten oder andere Bedeutungen haben.

1.1 Scalper/Daytrader
Scalper oder Daytrader sind Trader die auf Sekundenbasis handeln. Nach dem Eröffnen einer Position wird diese meist nach wenigen Sekunden, höchstens nach wenigen Minuten geschlossen. "Scalper" deswegen da diese Art von Trader oft versuchen ein Stück von einer dynamischen Kursbewegung "herauszuscalpieren". Diese Art des Tradings ist wohl die schwerste für Anfänger und benötigt die meisten Resourcen (schnelle Internetverbindung, guter Broker etc.).
An das Scalping oder auch Ticktrading sollte man sich erst nach einigen Papertrades (Virtueller Handel auf dem Papier zur Übung, man notiert einfach Ein-und Ausstiegskurs) heranwagen, und auch erst nachdem man sich relativ sicher fühlt, ansonsten kann man davon ausgehen, daß man innerhalb kürzester Zeit pleite sein wird. Dies ist durchaus als Warnung zu verstehen: Wer ohne die nötigen Kenntnisse Daytrading, Scalping oder Ticktrading betreibt wird nach aller Wahrscheinlichkeit sehr viel Geld verlieren.

1.2 Swingtrader
Swingtrader werden in Deutschland auch oft als Daytrader bezeichnet. Ein Swingtrader schließt die Position die er eröffnet hat normalerweise noch am selben Tag, der Trade geht jedoch nicht nur ein paar Sekunden, sondern kann durchaus von 20 Minuten bis zu mehreren Stunden gehen. Im Gegensatz zum Scalper braucht der Swingtrader nicht so teure Hardware, und der Broker muss auch nicht speziell für Ticktrader ausgerichtet sein. Für den Swingtrader ist oft auch deutlich billigere Software ausreichend (dazu jedoch in späteren Kapiteln mehr).
Normalerweise schliesst der Swingtrader seine Positionen vor Börsenschluss, jedoch wird vereinzelt auch eine Position offengehalten um diese dann nachbörslich zu verkaufen oder sog. Gap-Trading (hierbei wird die Differenz zwischen Schlusskurs und Eröffnungskurs ausgenutzt) zu betreiben.
Swingtrading ist am Anfang oft einfacher als Scalping oder Daytrading, jedoch ist auch hier Vorsicht geboten. Ohne Vorkenntnisse und viel Trockenübung auf dem Papier wird man auch beim Swingtrading mit sehr großer Wahrscheinlichkeit im Schnitt Verluste einfahren. Ich will hier nicht das Bild entstehen lassen, daß Trading meistens mit Verlusten verbunden ist, ist es nämlich nicht solange man weiss was man tut und bereits genug Erfahrung hat. Bis dahin sollte man sich jedoch mit echten Trades eher zurückhalten.

1.3 Positionstrader
Positionstrader halten ihre Aktien deutlich länger als Swingtrader, fast immer auch über Nacht. Ein Positionstrader nutzt Bewegungen auf Tages-und Wochenbasis um Gewinne einzufahren. Die Gründe die ein Positionstrader für den Kauf (oder Short=Leerverkauf) einer Aktie heranzieht sind fast immer charttechnischer Natur, sowie Betrachtung des Gesamtmarktes. Um als Positionstrader erfolgreich zu sein genügt bereits eine einfache Hardware-Ausstattung, und ein normaler Discount-Broker ist zumeist ebenfalls vollkommen ausreichend.

1.4 Anleger
Anleger sind eigentlich keine Trader mehr in diesem Sinne, ich werde jedoch in folgenden Kapiteln auch viele nützliche Informationen für Anleger unterbringen. Anleger investieren oft mit einem Zeithorizont von über einem Jahr, so daß sie auch oft Gewinne steuerfrei einfahren können. Die Gründe warum sich ein Anleger für eine Position entschliesst sind oft fundamentaler Natur, auch wenn ich selbst der Meinung bin, daß viele Anleger deutlich besser fahren würden, wenn sie mehr auf die charttechnische Seite einer Aktie schauen würden.
Anleger brauchen im Grunde nichtmals einen PC, sondern können auch ihre Order bei ihrer Hausbank abgeben und einmal pro Woche die Kurse in der Zeitung verfolgen. Jedoch ist ein PC und ein Online-Broker auch für Anleger dringend zu empfehlen, schon alleine wegen der günstigeren Gebühren. Für den Anfang ist diese Art des Geldanlegens am einfachsten, und auch wenn man sich nur schlecht am Markt auskennt so ist die Chance zumindest mit dem Markt zu performen doch relativ groß. Jedoch kann durch die Wahl der falschen Aktien auch ein Anleger sein komplettes Kapital verlieren.

1.5 Welcher Trading-Typ sind Sie ?
Um dies herauszufinden braucht es oft einiges an Zeit, oft passiert es dass Anfänger mit Swingtrading beginnen wollen, jedoch schnell sehr viel Geld verlieren und wieder auf den Boden der Realität geholt werden. Nur wenige Trader sind eine wirklich gute Mischung aus allem, und oft ist es auch viel sinnvoller sich auf eine Strategie zu konzentrieren und diese zu perfektionieren.
Allen Trader-Typen gemeinsam ist, dass alle versuchen möglichst viel Geld zu machen. Man kann jedoch schwer sagen, mit welcher Tradingart sich am schnellsten und am meisten Geld verdienen lässt, da dies sehr stark von dem jeweiligen Trader abhängt. Ich selbst würde empfehlen immer ein Teil des durch Trading gewonnenen Geldes sicher (z.B. in einem sicheren Fond) anzulegen. Dadurch sichert man sich vor größeren Tradingverlusten.

(C) 2001 by Jirko Cernik and Intercyloon (www.tradingspace.de)
Mail: cernik@tradingspace.de

Risikohinweis: Die folgenden Texte sind nur zur Information gedacht. Keinesfalls ist der Autor oder tradingspace.de für etwaige Verluste die aus den Strategien die hier vorgestellt werden resultieren können verantwortlich.

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